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22.07.2010
16:37

"Schule träumen im Theater": Freiburg im Zeichen der kulturellen Bildung

Letzte Woche fanden die Schultheatertage statt. Hier
präsentierten sich ausgewählte Schulen mit ihren Projekten, Theater-AG's
und Kooperationen in den Räumen des Theaters Freiburg und im Theater im
Marienbad. Aber nicht nur die Präsentation, sondern auch der Austausch
war wichtig. Die Schüler sahen auch die Stücke der jeweils anderen
Schulen und diskutierten über die Stücke und arbeiteten zu
Qualitätskriterien. Besonders interessant war der Austausch mit
professionellen Theatermachern. Schon beim Eröffnungstag konnte ich
sehen, mit welcher Begeisterung und mit welchem Enthusiasmus die
Schülerinnen und Schüler mit sehr viel Kreativität die Arbeit in Stücke
umsetzten.

Fast gleichzeitig fand auch das erste Schülermusikfestival "KLONG"
statt. In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt, dem Theater Freiburg und
"Mehrklang" als fördende Institution bot das erste Schülermusikfestival
die Möglichkeit, gemeinsam mit Profis Musik auf vielfältigste Weise zu
entdecken - vor allem die eigene Musik. Nicht das passive, wie auch
immer angeleitete, Hören, das aktive Musikmachen und Musikklingen stand
im Mittelpunkt. Das Schülermusikfestival müdete in den Aktionstag
"Schule träumen im Theater". Wenn wir von der Schule der Zukunft
träumen, dann geht es darum, dass jegliches Lernen auf einem
ästhetischen Fundament ruht. Erst wenn wir etwas mit unserem Sinn
erfahren haben, können wir das auch mit unserem Verstand begreifen und
als Ganzes zu eigen machen.

Unsere geträumte Schule der Zukunft braucht Träume - Zeit - Räume -
Erfahrungsräume aber auch ganz konkrete Orte, Zimmer, Bühnen, Säle - an
denen junge Menschen sich schöpferisch mit sich und ihrer Umwelt
auseinander setzen können.

Das kann nicht in zwei Stunden Musik- oder Kunstunterricht in der Woche
geschehen. Wie solche Räume aussehen können, dazu gaben uns die
vielfältigen Präsentationen und Vorträge, die am Aktionstag das Theater
Freiburg besuchten und erleben konnten einen Eindruck. Das Theater
Freiburg selbst wurde zum Erfahrungsraum für die musizierenden
Schülerinnen und Schüler, die betrachtenden und lauschenden Zuhörer und
Zuschauer.

Der deutsche Maler-und Grafiker Alfred Otto Wolfgang Schulze hat einmal
gesagt: "Die im Wachen träumen, haben Kenntnis von tausend Dingen, die
jenen entgehen, die nur im Schlaf träumen".

Es wäre schön, wenn viele den Aktionstag im Freiburger Theater als
erlebten Traum auf dem Weg zur Schule von morgen mitnehmen konnten.

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